Malaysia,  Reisen

…und dann war es einfach WOW

Nicht jede Reise, die ich antrete, war so wirklich DAS Erlebnis schlechthin. Vielleicht erinnert ihr euch an Mabul? Die Sache mit dem schrecklichen Hafen und Zigeunern auf dem Meer? Ja, genau sowas meine. Hohe Erwartungen dann Windeln zwischen den Korallen. Yeah… nicht.
Und dann gibt es Reisen, für deren Planung ich gar nicht so viel Zeit investierte und eigentlich nur so ein oder zwei Sachen auf meiner bucket-list hatte. Und dann wird es einfach nur WOW! So passierte es in Indonesien…

Ich war eine Woche in Indonesien, genauer gesagt 3 Tage auf Bali und 4 Tage im Komodo Nationalpark. Bali kennt man ja. Der Name allein weckt bei vielen Tropenträume von endlosen Stränden und heißen Surfern (okay, letzteres vielleicht nur bei mir?). Also, mein Plan war recht simpel: Ich hatte eine günstige Unterkunft in einem belebten Teil der Insel, um von dort aus eine Tagestour mit dem Auto und eine auf dem Wasser zu machen. Hat soweit alles geklappt, absolut reibungslos. Die Tauchschule holte mich morgens um 7 ab und brachte mich um 17 Uhr wieder zurück. Doch das Tauchen selbst war eine Katastrophe. Das Meer war unglaublich unruhig, Wellengang ohne Ende, sodass ich kotzend über der Reling des Speedbootes hing, und unter Wasser gab es rein GAR NICHTS zu sehen. Sichtbarkeit lag vielleicht bei 3 Metern… Und der Spaß hatte 120€ gekostet, so viel habe ich noch nie für zwei läppische Tauchgänge bezahlt! Alles in allem also mega enttäuschend, zumal wir an einem Ort waren, wo es Mantas geben sollte. Fehlanzeige. Und ich war auch noch mit einer deutschen Tauchschule unterwegs, von mehr man bessere Kommunikation erwarten würde. Die Tauchanzüge waren ebenfalls uralt und zerschlissen (das Wasser eiskalt) und mein Tank hatte ein Leck, sodass ich meinen zweiten Tauchgang abbrechen musste. Der wurde dann zwar wieder gewechselt und ich bin nochmal runter, aber alles stressig und kein Spaß.
Abgesehen davon war Bali (Seminyak) einfach nur voll. Gut, Touristengebiet, wusste ich ja. Aber wenn man mit dem Auto für 5km ungefähr 1 Stunde braucht, dann ist das nicht mehr witzig. Stau ohne Ende, es ist ein einziges Gedränge und Geschiebe auf den Straßen. Zu Fuß ist man definitiv schneller. Tag zwei war ich mit einem Privatfahrer unterwegs und klapperte die typischen Touristenziele ab. Tempel, Tempel, Tempel mit Wasser, Tempel am Vulkan, Tempel mit Affen. Keine Frage, alles wunderschön! Aber halt auch mega überlaufen. Bali ist die einzige Insel von Indonesien, die komplett hinduistisch ist. Ansonsten ist Indonesien – wie Malaysia – muslimsich. Dieser Tatsache ist es zu verdanken, dass es Nachtleben gibt und man richtig guten Service bekommt, alle kulinarischen Erlebnisse von billig bis sauteuer, Sushi bis Schnitzel erwarten darf und auch sonst eben sehr unbeschwert rumlaufen kann. Wenn ich nochmal nach Bali reisen sollte, dann an eine andere Ecke. Die Atmosphäre an sich ist nett und man kann sich dort an Holzfiguren und anderen tollen Dingen totkaufen. Aber man sollte die großen Touristenzentren meiden, weil es auch einfach unglaublich teuer ist.

Von Bali flog ich mit einer kleinen Maschine zwei Inseln weiter nach Flores. Der Flughafen liegt bei der kleinen Hafenstadt Labuan Bajo, wo es so aussieht, wie man es von einem Gebiet außerhalb der großen Touristen Hotspots erwartet: dreckig, chaotisch und wenig sehenswert. Dank fehlendem Regen und unglaublich hoher Temperaturen (ehrlich, sowas habe ich noch nicht erlebt…) war es auch sehr staubig und die gesamte Insel inklusive Nationalpark war ohne einen grünen Farbtupfer. Aber ich wollte ja nicht Flores entdecken, sondern die Inseln im Nationalpark: Komodo, Rinca und Padar. Mein Ziel: Mit Mantas tauchen und Komodowarane sehen. Nach meinem abschreckenden Erlebnis auf Bali und der Tatsache, dass das Tauchen in Komodo jetzt nicht unbedingt günstiger ist, war ich skeptisch und hatte meine Erwartungen schon reduziert. Aber dann… dann… Seht selbst!

Im Original mit Sound, aber es klappt nicht immer.

Fotos von der ganzen Reise: Hier entlang

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